Moderne Hausboote zeichnen sich durch einzigartige Designs und moderne Ausstattung aus. Die Fußböden, Außenwände und das Dach sind wärmeisoliert und sorgen zu jeder Jahreszeit für angenehme Temperaturen. Heizung, Klimaanlage, moderne Technik und Wohnkomfort in allen Bereichen lassen keine Wünsche offen. Viele Hersteller bieten den zukünftigen Eigentümern freie Gestaltungsmöglichkeiten bei Bauform, Etagen, Materialwahl, Farbgebung und Innenausstattung.

Doch auch ältere Schiffe haben zumeist ein außergewöhnliches rustikales Flair und überzeugen mit jeder Menge Gemütlichkeit und Wohlfühlcharakter.

Die Vorteile eines Hausbootes liegen dabei auf der Hand: Die Kosten sind überschaubar, Ihr seid nicht von teuren Wohnungs- und Grundstückspreisen sowie einer Baugenehmigung abhängig (außer bei einem Eigenbau) und völlig ungebunden. Entscheidet Ihr Euch für ein Hausboot mit eigenem Antrieb, könnt Ihr jederzeit zu Wochenend- oder Urlaubsreisen aufbrechen. Euer Haus ist nur mit Tauen befestigt und wenn Ihr möchtet, zieht Ihr einfach um. Ein Hausboot bietet außerdem genügend Platz für ein Schlauchboot mit Paddeln und einem kleinen 2,5 PS-Motor. Ihr könnt Eure Freizeit sowohl für kleine Ausflüge zum Baden und Angeln als auch einfach zum Entspannen nutzen. Auch bietet sich ein kleines Beiboot für Besorgungen in nahegelegenen Hafenanlagen an.

Tipps, die Ihr berücksichtigen solltet
Wenn Ihr Euch in der Natur und speziell auf dem Wasser wohlfühlt, werdet Ihr keine nennenswerten Nachteile auf einem Hausboot entdecken. Dennoch solltet Ihr einiges beachten:

Für kleine Kinder ist aus Sicherheitsgründen das Leben auf einem Boot eher nicht geeignet.
Ein Hausboot zählt nicht als Immobilie, sondern als Mobile. Somit spart Ihr die Grundstückssteuer. Banken sind bei der Kreditvergabe jedoch häufig zurückhaltend.
Leider werden Hausboote nicht in allen Gegenden als Erstwohnsitz akzeptiert – mit einer Meldeadresse bei Familie, Freunden oder einer Anwaltskanzlei könnt Ihr sicherstellen, dass Ihr eine gültige Adresse besitzt und Eure Post ankommt.
Entscheidet Euch für einen Liegeplatz, der schon erschlossen ist, denn eine Erschließung (Strom, Wasser, Telefon) kann sehr kostenaufwendig und auf Grund der vielen benötigten Behördengenehmigungen äußerst langwierig sein.
Über eine Liegegenehmigung in einer Marina entscheidet der Hafenmeister. Mit ihm solltet Ihr ein offenes Gespräch führen und alle Fragen und Bedingungen klären.
Neben der monatlichen Liegeplatzgebühr fallen Gebühren für Wasser, Abwasser und Müllentsorgung an. Wenn Euer Budget es erlaubt, solltet Ihr in eine Photovoltaikanlage und ein eigenes Klärsystem investieren. Zukunftsorientiert spart das Energie und Abwasserkosten.
Wenn Ihr ein privates Wassergrundstück mieten oder kaufen möchtet, klärt die Mietbedingungen bzw. Kaufmodalitäten vorher genau ab und lasst Euch gegebenenfalls rechtlich beraten.
Als Gartenliebhaber müsst Ihr Euch bei der Gestaltung auf Pflanzkübel, Blumenkästen mit Spalier und Blumenampeln beschränken.
Bedenkt bitte, dass ein Hausboot öfter als ein Einfamilienhaus gewartet und regelmäßig in einer Werft überholt werden muss. Ihr solltet etwas handwerklich begabt sein, um Wartungsarbeiten wie Rostbekämpfung, Holzschutz und die Deckpflege in kontinuierlichen Abständen selbst ausführen zu können.
Ein Schwimmfähigkeitszeugnis, ein Rettungsring mit Leine und Feuerlöscher an Bord sind Pflicht. Weiterhin benötigt Ihr eine Bootsversicherung gegen Feuer, Havarie und Leckagen.
Eure Bootsnachbarn können Euch wertvolle Tipps geben. Sprecht Euch bei Problemen mit ihnen ab und strebt eine gemeinsame Lösung an. Das verbindet und spart obendrein Stress, Geld und Zeit, die Ihr entspannter mit Euren neuen Nachbarn bei einem gemütlichen Zusammensein genießen könntet.
Spielt Ihr mit dem Gedanken, Euch ein Hausboot zuzulegen, haben wir Tipps und eine Checkliste für den Hausbootkauf für Euch